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Most wanted: Hier mehr über meine Person und mein Hobby

Mir ist quasi das Sammeln von bunten Steinen angeboren, so scheint es zumindest. Als meine Eltern mit ihrem Sprössling noch im Vorschulalter Urlaub an der Mosel gemacht haben, fuhren Sie, wie kann es anderes sein, auch nach Idar-Oberstein. Sie wollten sich die Stadt und die Museen anschauen. Woran sie nicht dran gedacht haben war, dass Kinder nach allem schauen, was glänzend und bunt ist. Ich kann mich daran nicht mehr erinnern, aber meine Eltern können heute noch davon erzählen, wie ich an fast jedem Stand mit glitzernden Augen stehen geblieben bin. Ab da an war spätestens mein Interesse für Steine offenkundig. Bei jeder kleineren Wanderung mussten interessante Steine gesammelt und mit nach Hause getragen werden.

Jungsammler bei der Arbeit

Stolz präsentiere ich hier dem Kameramann meine Eigenfunde in der Lüneburger Heide.

Meine Großeltern zogen irgendwann, nachdem mein Großvater in Rente ging, nach Niedersfeld um. Also nur ein paar Kilometer entfernt von Winterberg, mitten im Sauerland. Er war es auch, der mit mir, dem noch kleinen Enkelsohn, die Umgebung durchstreifte. Hier und da habe ich so einige schöne glitzernde Quarzbrocken aufgehoben, manchmal waren da auch schon kleine, milchige Bergkristalle dabei. Eines Tages, es war eine etwas weitere Tour, standen wir am Rande eines Steinbruchs, es war der Steinbruch Hildfeld . Da mein Großvater, er kannte sich in Steinbrüchen überhaupt nicht aus, Angst um uns hatte, sind wir nicht weiter hinein gegangen. Aber bei der Gelegenheit machte ich meinen ersten Fund Anthophyllit. Danach vergingen einige Jahre, woran ich mich nicht mehr so genau erinnern kann. 1988 fing ich dann an so richtig zu sammeln. Aber, wo sollte man als Städter sammeln, keiner in der Familie hatte dieses Hobby. Also kamen nur Märkte und Geschäfte in Betracht. Mein erstes selbst gekauftes Stück, hatte ich auf unserem kleinen Vorort-Weihnachtsmarkt ergattert. Ein schneeweißes, etwas krümliges Gestein mit "Goldadern". Heute weiß ich, was es war - Pyrit -, also Katzengold, in einen "zucker"-förmigen Dolomit von der Grube Lengenbach im Binntal, Schweiz. Zwar hatte ich 1989 schon einige schöne Stücke gesammelt und gekauft, da wurden meine Eltern und ich auf eine Reklame der Dortmunder Westfalenhalle aufmerksam. Die ersten Westdeutschen Mineralientage sollten meine Sammlung stark beeinflussen. Seitdem war ich unzählige Male dort unterwegs und habe immer wieder auch schöne und seltene Mineralien erworben. In der Schule stellte sich nach und nach heraus, dass ich ein Faible für Chemie habe. Und diese Stunden an der Schule brachten mich dann auch irgendwann zur anorganischen Chemie, also zu den Mineralien. 1995 hatte ich dann so viele Mineralien, dass ich mich entscheiden musste, wie ich weiter sammeln wollte. Lokal-, Region-, bestimmte chemische Gruppen, Elemente oder ähnliches. Im selben Jahr stand ein netter Flohmarkthändler bei uns auf der Fußgängerzone. Nachdem ich ihm zu günstigen Preisen alles abkaufen konnte, gab er mir auch die Adresse seine Quelle bekannt. Alle Stücke stammten von einer älteren Dame aus Bochum. Leider war einige Monate zuvor ihr Mann verstorben. Er, also ihr Mann, sammelte systematisch, damals für mich ein Fremdwort. 1995 kannte ich noch niemanden der aufgrund von chemischer Zusammensetzung Mineralien sammelte, die meisten Sammler hatten Kontakte in die Alpen oder ins Sauerland und sammelten auch selbst dort. In Bochum legte ich mit dem Kauf eines Teils der ursprünglichen Sammlung den Grundstock meiner heutigen Sammlung. Systematisch sammeln bedeutet, jedes Mineral hat eine andere chemische Formel. Auf der Welt sind bereits heute über 5000 Mineralien nachgewiesen. Davon habe ich etwa 1600 Stück bereits in meiner Sammlung, hinzukommen noch einige Varietäten, etwa 500 Stück. Heute nach fast 30 Jahren Sammeltätigkeit bin ich Jäger und Sammler zugleich. Jagen tu ich auf Märkten, Börsen und ähnliches, Sammeln im Gelände, vorzugsweise wegen der Nähe im Sauerland. Aber stets nach den systematischen Highlights, wenn mal ein Calcit oder Pyrit dabei ist, kommen diese Stücke selten in die Sammlung, eher werden sie getauscht und verkauft. Und so finanziere ich auch mein Hobby. Im Bereich Verkauf und Tausch, finden Sie keine Neuware oder große Mengen aus Übersee. Es handelt sich oft um Einzelstücke die ich als Dubletten betrachte. In der Vergangenheit wurde ich oft auf die Bezeichnung "Dubletten" angesprochen: "Das sind doch ihre Schlechten und nicht so schönen Stücke". Aber ich muss es immer wieder betonen. Es liegt alleine im Auge des Betrachters. Ein Beispiel: Wenn ich fünf gleiche Stufen mit Titanit habe, ich aber noch keinen in meiner Sammlung habe, nehme ich einen in die Sammlung. Die anderen gehen in die o.g. Rubriken. Das Format MM, also Micromount, zu Deutsch "kleine Halterung/Fassung", wird man bei mir vergebens im Verkauf suchen. Da sind alle Stücke ohne Ausnahme in der Tauschliste.

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